Stets warst du wie besessen vor Verlangen
nach kreativem, regem Schaffensgeist,
doch ein Dämon hält dich mit Macht gefangen,
der jenem Drang entwächst und Fortschritt heißt.

Verschlungen wirst du, von den eignen Lügen,
verfängst dich im Gedärme einer Zeit,
aus Ungerechtigkeit und vielen schlimmen Kriegen,
ohne Wärme, ohne jede Menschlichkeit.

Was ist oh armer Mensch aus dir geworden?
Siehst du nicht mehr das angeschoss'ne Kind?
Der Krieg entlohnt solch Frevel noch mit Orden,
doch diese Wahrheit macht dich kalt und blind.

Mit fest geballter Faust nimmst du die Hürden,
blickst nicht zurück auf die hinterlass'ne Spur.
Wendest dich ab, von Nöten, andrer Menschen Bürden,
beachtest nicht die sterbende Natur.

Du siehst in deinem Nächsten nur Subjekte,
du blickst berauscht dem Reichtum ins Gesicht.
Du siehst nur Macht und lohnende Objekte,
den Trugschluss deiner Habgier siehst du nicht.

Was ist oh armer Mensch aus dir geworden?
Willst du die Opfer deiner Ahnen nicht mehr sehn?
Aus Gier und Hass entsteht oft Krieg und Morden,
denk stets daran, auch du musst einmal gehn.

Die Wissenschaft im Abgrund dunkler Pfade,
eilt mit der Technik rasend schnell davon,
zerrt uns in eine Scheinwelt ohne Gnade,
steril, - geprägt von falscher Illusion.

Erschüttert stehst du vor dem Lebensspiegel,
erkennst im Rauchpilz schaudernd dein Gesicht.
Erbrochen hast du dieses letzte Siegel,
das alle Macht der Schöpfung schuldbeladen bricht.

Was ist oh armer Mensch aus dir geworden?
Du willst den Lebenskompass immer mehr verdreh'n.
Wenn einst die Nadel nicht mehr weist nach Norden,
wirst du vielleicht auch keinen Stern mehr sehn!