Microsoft Windows 10

Weiterentwicklung von Windows 8
Windows 10, das beste Windows aller Zeiten lautet der Slogan von Microsoft. Diese Aussage kann ich nur zum Teil bestätigen, denn erst nachdem ich Version 1607 installiert hatte, reduzierten sich auch die Probleme auf ein Minimum. Am 29. Juli 2015 veröffentlichte Microsoft eine erste Verion von Windows 10. Nutzer von Windows 7, 8, und 8.1 konnten kostenlos auf Windows 10 upgraden.
windows 10
Icon zum kostenlosen Windows 10 Upgrade in der Taskleiste
Als das Update KB3035583 im Infobereich unten rechts ein Symbol platzierte, womit hingewiesen wurde, dass ein kostenloses Upgrade auf Windows 10 verfügbar ist, war ich anfangs noch etwas skeptisch. Nach einer Komplettsicherung des Betriebssystems, wagte ich ein Upgrade auf Windows 10. Die gesamte Prozedur nahm gut einen halben Tag in Anspruch. Nach erfolgreicher Installation, war auf dem ersten Blick kein großer Unterschied zu Windows 8.1 erkennbar.

Windows 10 mit Anlaufschwierigkeiten
Alles lief wie bei Windows 8.1, bis auf einen gemeinen optischen Fehler, der nach Auswahl aller Apps im Starmenü die Titel abdunkelte. Je weiter man herunterscrollte, um so dunkler und unlesbarer wurde die Schrift. Unten angekommen, war gar nichts mehr zu erkennen. Laut Internetforen kämpften viele Nutzer mit diesem Problem, das einige "Schlauberger" auf die Grafikkarte schoben, was natürlich totaler Blödsinn ist. Durch einen weiteren Bug wurde mir meine Identität entzogen, denn plötzlich war ich ein anderer und wohnte etwa 80 Km von meinem Heimatort entfernt.

Windows 10 » Version 1511
Durch Zufall entdeckte ich, dass Microsoft das Build 14393.187 herausbrachte, die Windows 10 Version 1511. Kurz entschlossen wechselte ich zu diesem, was zusammen mit dem Herunterladen einen langen Tag kostete. Der Startmenüfehler war zwar verschwunden, doch es erschienen plötzlich zwei Administratoren, einer mit allen und einer mit eingeschränkten Rechten, die man aber nicht ändern konnte. Ein Löschversuch des überflüssigen Benutzers, der übrigens mit gleichem Computernamen eingetragen war, schlug fehl. Das Ärgerliche war, die Kiste startete mit dem "minderbemittelten" Administrator, der das Benutzerkonto nicht ändern durfte. Während der Suche nach einer Lösung dieses Problems, meldete Windows, ein Update mit einem Mega-Patch.

Windows 10 » Version 1607
Im Updatefenster stand die Nachricht, das Mega-Patch Build 14393.222 stünde zum Download bereit, welches die Windows 10 Version 1607 beinhaltete. Irgendwie überforderte die Installation meinen PC, denn nach einigen Stunden blieb der Updatestatus bei 80% hängen. Nach 2 Stunden hatte sich der Ladebalken immer noch nicht verändert. Über meinen anderen PC holte ich mir das ca. drei Gigabyte große Anniversary Update händisch von der Microsoft-Webseite. Download und Installation dauerten wieder etliche Stunden, doch diese Investition an Zeit hat sich gelohnt und ich brannte mir eine DVD mit Windows 10.

Windows 10 » Version 1607 (Anniversary-Update)
Windows 10 Version 1607 läuft sehr stabil und schnell. Der systemeigene Virenscanner Windows Defender wird laufend updatet, somit erreicht man ein Optimum an Sicherheit. Die Liste der Programme im Startmenü wird nach Anklicken des Startbuttons korrekt aufgeklappt und alle Apps werden alphabetisch geordnet angezeigt. Das Info-Center, dessen Symbol über die untere rechte Ecke im Info-Bereich erreichbar ist, wurde verbessert. Ein Zahlensymbol informiert den Nutzer darüber, wie viele Benachrichtigungen enthalten sind, die per Mausklick geöffnet oder gelöscht werden können. Das Kontextmenü (rechte Maustaste) des Startmenüs kann vom Benutzer erweitert werden und Microsofts digitale Sprachassistentin "Cortana" kann nun wesentlich mehr, als in den Vorgängerversionen. Mir wurde sie aber zu lästig, deshalb habe ich ihr Sprechverbot erteilt und die Dame einfach abgeschaltet. Endlich bin ich wieder ich und mein Standort ist tatsächlich der Richtige. Angeblich wurde auch am Edge-Browser gefeilt, doch wenn er auch durch rekordverdächige Schnelligkeit besticht, ich kann mich immer noch nicht mit ihm anfreunden. [ Mehr über das Anniversary Update ]

Wenn die beste Problembehandlung nicht mehr greift
Fehler werden meist nicht vom PC verschuldet, sondern von dem, der ihn bedient. Hinter vielen kostenlosen Progrämmchen lauern sie, die Wüstlinge, genannt Viren. Die bösartigsten, die Trojaner, schlafen zuerst einige Zeit, um meist später und etappenweise ihr Zerstörungswerk zu verrichten. Der Begriff stammt aus der griechischen Mythologie, in der erzählt wird, wie sich griechische Soldaten in einem hölzernen Pferd versteckten, um nachts Troja anzugreifen. Die meisten Würmer werden zwar von eigenen Windows 10 Bordmitteln, wie zum Beispiel Windows Defender erkannt, doch viele tarnen sich als Apps, die vom Benutzer im gutem Glauben heruntergeladen werden. Sie gaukeln dem Nutzer häufig hilfreiche Wartungstools vor, dabei bewirken sie das pure Gegenteil und verrichten gut getarnt ihr schädliches Werk.

Windows Defender
Statt eines Virenscanners wie Avira, AVG oder andere Anwendungen zum Vernichten bösartiger Software benutze ich seit einigen Jahren den Windows Defender. Warum soll ich ein optionales speicherfressendes Teil installieren, wenn im Windows Betriebssystemen bereits ein leistungsstarkes AntiSpyware Tool integriert ist. Die letzten Versionen des Defenders wurden von Microsoft in soweit verbessert, dass sie jederzeit anderen Virenscannern die Stirn bieten können, jedenfalls den kostenlosen Fremdscannern.

Systemdatei-Überprüfungsprogramm » SFC
Aus Testgründen habe ich den sog. System File Checker, kurz SFC einmal ausgeführt, dabei musste ich feststellen, dass Microsoft auch hier geschraubt hat. Gut zu wissen, denn wurde das Betriebssystem von einem Schädling einmal versaut, kann dieses Windows Dienstprogramm vielleicht helfen. Je nach Schadensgröße, können Reparaturen viel Zeit kosten, doch kann ein "Plattmachen" des Systems in den meisten Fällen damit vermieden werden. Der SFC, kann nur mit Administratorrechten ausgeführt werden und war schon in früheren Windows-Versionen integriert.

Die Vorgehensweise ist ganz einfach: Man kopiert den entsprechenden Befehl mit einem Rechtsklick mit "Einfügen" in die Eingabeaufforderung. Noch komfortabler kann eine Überprüfung und oder Reparatur über PowerShell erledigt werden. Diese kann anstelle der Eingabeaufforderung über Einstellungen /Personalisierung/Taskleiste mit dem Schalter "Ein/Aus" ausgewählt werden.

Wenn das Überprüfungsprogramm feststellt, dass eine geschützte Datei fehlerhaft ist oder überschrieben wurde, holt es die korrekte Version der Datei aus dem Cache-Ordner (%Systemroot%\System32\Dllcache) oder aus den Windows-Installationsdateien. Anschließend wird die inkorrekte Datei ersetzt. Mit SFC kann auch der Cacheordner überprüft und wieder aufgefüllt werden.

Befehle des Systemdatei-Überprüfungsprogramms
Da ich nicht alle Befehle des SFC-Überprüfungsprogramms selbst einzeln ausprobierte, habe ich die folgende Auflistung mit den wichtigsten SFC-Anweisungen dem Artikel KB 310747 der Supportseite von Microsoft entnommen:

sfc /scannow
Überprüft alle geschützten Systemdateien und ersetzt falsche Versionen durch die richtigen Microsoft-Versionen. Für diesen Befehl ist unter Umständen ein Zugriff auf die Windows-Installationsdateien erforderlich.

sfc /scanboot
Überprüft alle geschützten Systemdateien bei jedem Start des Computers. Für diesen Befehl ist jedem Start des Computers unter Umständen ein Zugriff auf die Windows-Installationsdateien erforderlich.

sfc /revert
Setzt die Überprüfung auf die Standardeinstellungen zurück. Es erfolgt keine Überprüfung der geschützten Dateien beim Start des Computers. Die Standardgröße des Caches wird mit diesem Befehl nicht zurückgesetzt.

sfc /scanonce
Überprüft alle geschützten Systemdateien bei einem Neustart des Computers. Für diesen Befehl ist beim Neustart des Computers unter Umständen ein Zugriff auf die Windows-Installationsdateien erforderlich.

sfc /purgecache
Leert den Dateicache und überprüft alle geschützten Systemdateien. Für diesen Befehl ist unter Umständen ein Zugriff auf die Windows-Installationsdateien erforderlich.

sfc /cachesize=x
Legt die Größe des Dateicaches auf x MB fest. Die Standardgröße des Dateicaches beträgt 50 MB. Dieser Befehl macht einen Neustart des Computers erforderlich. Danach muss der Befehl sfc /purgecache ausgeführt werden, um die Größe des Caches auf der Festplatte festzulegen.

Die Redmonder entwickeln Windows 10 ständig weiter
Was derzeit bereits mit Windows 10 auf dem Bildschirm gezaubert wird, ist schon phänomenal, doch Microsoft immer noch einen drauf. Voller Zuversicht warte ich nach Redstone 1 und dem Redstone 2, dem Anniversary-Update Windows 10 » Version 1607, auf das Creators Update » Version 1704 (Redstone 3), das im Frühjahr 2017 erscheinen soll. Es sind sicherlich weitere neue Features bzw. gute Funktionen zu erwarten, doch vorab hüllt sich Microsoft darüber noch in Schweigen.